





















































Medienmitteilung der AEROPERS-SwissALPA vom 26. März 2012
Bisher wurden europaweit über 36.000 Unterschriften gegen den aktuellen Entwurf der EASA gesammelt. Passagiere sprechen sich damit klar für mehr Flugsicherheit und gegen übermüdete Piloten in Europa aus.
Letzte Woche endete die öffentliche Kommentierungsfrist zur Neuregelungen der Flugdienstzeiten für Piloten und Kabinenpersonal der Europäischen Agentur für Flugsicherheit (EASA). Mit dem Ende der Kommentierungsfrist sei das Verfahren der EASA noch nicht beendet. Es folge nun die Ausarbeitung des finalen Gesetzesentwurfes, der danach der EU Kommission zur Abstimmung zugeleitet wird.
Die von der EASA geplanten neuen Bestimmungen zu den Flugdienstzeiten ignorierten in weiten Teilen die wissenschaftlichen Forschungsergebnisse über Erschöpfung und Müdigkeit bei Piloten, teilte der Pilotenverband AEROPERS-SwissALPA mit. Die Neuregelungen gingen immer noch weit über darüber hinaus, was die Wissenschaft noch als vertretbar empfehlen würde. Sollte der aktuelle Gesetzesentwurf der EASA nicht entscheidend überarbeitet werden, drohe die Flugsicherheit für Passagiere und Flugbesatzungen in Europa massiv Schaden zu nehmen.
Um größtmögliche Sicherheit im Luftverkehr zu garantieren, sollten ausschliesslich wissenschaftliche Erkenntnisse die Grundlage jeder Flugdienstzeiten-Regelung sein. Es scheine aber, dass für die EASA die wirtschaftlichen Interessen der Industrie eine wesentlich grössere Rolle spielten, als die Sicherheit der Passagiere. Denn es zeichne sich ab, dass die Chance, endlich verantwortungsvolle Regelungen zu schaffen und dadurch die Flugsicherheit nachhaltig zu festigen, verspielt würde.
„Jeder Passagier hat die Möglichkeit durch seine Unterschrift einen Appell an die zuständigen Politiker zu richten, dass die geplanten Flugdienst- und Ruhezeiten auch in Zukunft die Flugsicherheit in Europa gewährleisten und jeder Passagier sicher ans Ziel gelangt“, so Henning M. Hoffmann, Geschäftsführer des Pilotenverbandes. Das Thema gehe jeden an, der ein Flugzeug besteige, so Hoffmann weiter.
Zwar habe man bei der Swiss restriktivere Arbeitsbedingungen zwischen den Sozialpartner vereinbart, man teile aber den Luftraum über der Schweiz und über Europa mit zahlreichen Fluglinien, die dann nur nach der EASA FTL operieren würden. Dies könne nicht der Wunsch der Passagiere sein.
AEROPERS-SwissALPA rufe deshalb auf, sich an der Unterschriftenaktion auf www.flugdienstzeiten.ch zu beteiligen.
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Artikel vom 13. März 2012
Viviane Bühr beleuchtet in ihrem Online-Interview auf SF Online das Thematik "Fatigue" und die Bestrebungen von flugdienstzeiten.ch. Rund ein Drittel der Piloten ist bereits einmal unbeabsichtigt während der Arbeit eingeschlafen. Das zeigt eine Umfrage der deutschen «Vereinigung Cockpit» bei 3000 Piloten. Die Situation dürfte in der Schweiz ähnlich sein, sagt Thomas Steffen von Aeropers im Gespräch mit «SF Online». Weiterlesen>>
Medienmitteilung der AEROPERS-SwissALPA vom 15. Februar 2012
Unterschriftensammlung gegen die neuen Flugdienstzeitregelungen der Europäischen Agentur für Flugsicherheit (EASA) erfolgreich angelaufen. Europaweit haben sich schon mehr als 28.000 Unterzeichner klar gegen die neue Gesetzesvorlage ausgesprochen.
Die Auswirkungen von Ermüdung seien vergleichbar mit denen des Alkoholkonsums. Das menschliche Leistungsvermögen lasse dadurch spürbar nach (Studie). Es sei nicht nur logisch nachvollziehbar, sondern auch wissenschaftlich erwiesen, dass die Unfallrate zunähme, je länger Piloten im Einsatz seien. Nach einer Flugdienstzeit von 12 Stunden nähme das Unfallrisiko dramatisch zu. In einer Studie der amerikanischen Unfalluntersuchungsbehörde NTSB zu Flugunfällen der Jahre 1978-1990 stellte sich heraus, dass die Hälfte der Piloten zum Unfallzeitpunkt schon mehr als 12 Stunden im Dienst gewesen waren. „Ein Zufall ist dies sicher nicht“, so Rolf Odermatt, Präsident der AEROPERS-SwissALPA. „Die EASA kennt diese Studien, will aber deren Ergebnisse nicht wahrhaben und beugt sich dem wirtschaftlichen Druck der Luftfahrtindustrie“.
Auch deshalb habe man sich in den USA, trotz massivem Widerstand der Luftfahrtunternehmen, entschieden, das Sicherheitsrisiko Übermüdung im Cockpit durch strengere Flugdienstzeitregelungen zu bekämpfen. Die neuen Bestimmungen träten 2013 in Kraft. Diese Regeln basierten auf wissenschaftlichen Grundlagen. „Es war der Unfall eines Regionaljets 2009, der dort das Fass zum Überlaufen brachte. Beide Piloten der Unglücksmaschine waren zum Unfallzeitpunkt stark übermüdet, mehr als 50 Menschen starben. So weit darf es in Europa nicht kommen,“ so Odermatt weiter.
In Europa hingegen verträte die Europäische Agentur für Flugsicherheit (EASA) die Ansicht, dass Erschöpfung keine wesentliche Rolle bei Flugunfällen spiele. Sind Piloten in Europa also leistungsfähiger als ihre amerikanischen Kollegen?
Wer mit einem Flugzeug in den Urlaub fliegt, der will dort sicher ankommen. Wer der Meinung ist, dass dies auch in Zukunft so bleiben soll, kann sich persönlich dafür einsetzen und unterschreiben, auf www.flugdienstzeiten.ch.
Medienmitteilung der AEROPERS-SwissALPA vom 31. Januar 2012
Nachdem die EASA im Jahr 2010 eine Gesetzesvorlage bezüglich neuer Flugdienstzeiten veröffentlicht und dabei wissenschaftliche Erkenntnisse zu Fatigue weitgehend unbeachtet gelassen hat, sind Verbände und Bevölkerung erfolgreich dagegen Sturmgelaufen.
Im Januar diesen Jahres hat die Europäische Agentur für Flugsicherheit (EASA) einen überarbeiteten Entwurf von neuen Vorschriften vorgestellt, die Sicherheitsrisiken durch Übermüdung von Piloten bekämpfen sollen. „Der Entwurf enthält nur minimale Verbesserungen und im Gegensatz zur US Luftfahrtbehörde ignoriert die Europäische Behörde weiterhin die wissenschaftlich nachgewiesenen Gefahren der Übermüdung. Piloten dürften nach diesen Regelungen ein Flugzeug landen, nachdem sie schon 21 Stunden wach waren“ erklärt Rolf Odermatt, Präsident der AEROPERS-SwissALPA
„Jeder Mensch, der sich an Bord eines Flugzeugs begibt, hat das Recht auf eine ausgeruhte und belastungsfähige Besatzung. Fälle wie die Landung auf dem Hudson River in New York wären mit einer übermüdeten Crew sicherlich nicht so glimpflich ausgegangen“, so Odermatt weiter.
Die Verbände kämpfen für sichere Flugdienstzeiten und verlangen eine deutliche Verbesserung der veröffentlichten Vorschläge. Dafür sammelt SwissALPA, als Vertretung aller Schweizer Linienpiloten, Unterschriften auf www.flugdienstzeiten.ch. „Die Politik darf die Chance nicht verpassen, dass Passagiere an Bord europäischer und schweizerischer Flugzeuge auch in Zukunft sicher und zuverlässig ans Ziel kommen“, sagt Henning M. Hoffmann, Vorstandsmitglied und Geschäftsführer der AEROPERS-SwissALPA.
www.flugdienstzeiten.chMedienmitteilung der AEROPERS vom 18. Januar 2012
– Besser, aber noch immer ungenügend! –
Heute wurden von der Europäischen Agentur für Flugsicherheit (EASA) neue Vorschiften vorgestellt, die Sicherheitsrisiken durch Übermüdung von Piloten bekämpfen sollen. Auch wenn die Agentur dringend notwendige Verbesserungen zu ihrem ersten Vorschlag vom Dezember 2010 eingebracht hat, muss aber noch viel mehr getan werden, um die Sicherheit von Flugpassagieren zu schützen.
Wissenschaftliche Studien zeigen, wie lange Piloten maximal am Stück fliegen und wie lange die Ruhezeiten zwischen den Einsätzen mindestens dauern sollten, um zu garantieren, dass die Piloten fit genug sind, ihre Passagiere sicher ans Ziel zu bringen. Die EASA ignoriert diese Erkenntnisse in wichtigen Bereichen ihres aktuellen Vorschlages.
“Die 50.000 Kommentare von Betroffenen zum Vorschlag der EASA vom Dezember 2010 sollten für die Agentur ein klares Zeichen sein: Dieser Vorschlag ist mit riesigen Mängeln behaftet, er muss deutlich angepasst werden, und zwar aufgrund von wissenschaftlichen Erkenntnissen” sagt Rolf Odermatt, Präsident der AEROPERS. “Der heute präsentierte, angepasste Vorschlag enthält einige vernünftige und sehr willkommene Änderungen. Trotzdem existieren immer noch einige kritische Regelungen, so zum Beispiel die viel zu lange mögliche Arbeitszeit nach einem Bereitschaftsdienst. Wenn diese nicht angepasst wird, dann könnte von einem Piloten verlangt werden, dass er sein Flugzeug gegen Ende des Arbeitstages nach einer Wachzeit von 20 bis 21 Stunden landet. Die Passagiere verdienen jedoch ausgeruhte Piloten! Passagiere und Piloten erwarten vom Europäischen Gesetzgeber, dass die Flugsicherheit durch strenge Regeln geschützt wird. Die Luftfahrtbehörde der USA hat im vergangenen Dezember bereits aufgrund wissenschaftlicher Erkenntnisse die Flugdienstzeiten strenger reguliert um Piloten vor Übermüdung zu schützen”.
“Die EASA selbst beauftragte drei Wissenschaftler damit, ihren Vorschlag zu beurteilen; nun scheint die EASA aber unglücklicherweise beschlossen zu haben, deren Empfehlungen zu ignorieren, da einige davon die wirtschaftlichen Interessen der Fluglinien negativ beeinflussen könnten” erklärt Henning M. Hoffmann, Vorstandsmitglied und Geschäftsführer der AEROPERS. “Die Wissenschaftler sind sich zum Beispiel einig, dass Flugdienste ohne einen zusätzlichen dritten oder vierten Piloten während der Nacht überdurchschnittlich ermüdend sind und Flüge mit nur 2 Piloten deshalb auf 10 Stunden begrenzt sein sollten. Trotzdem hat die EASA dem Drängen der Airlines nachgegeben und das Limit auf 11 Stunden festgelegt“, so Hoffmann weiter. „Solche Bestimmungen – und es gibt viele weitere Beispiele - entsprechen weder dem gesetzlichen Auftrag der EASA, noch dem Prinzip der Prävention und schon gar nicht dem grundsätzlichen Recht eines jeden Flugpassagiers: Dem Recht auf einen sicheren Flug. Die EASA kann und muss diese Problematik besser lösen!”
Further Information about Pilot Fatigue: