Medienarchiv

In dieser Kategorie finden Sie archivierte/ältere Pressemitteilungen von AEROPERS-SwissALPA.
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Medienmitteilung der AEROPERS vom 27. Oktober 2011

Flughafeninitiativen: 2 x NEIN, weil gefährlich und unnötig

Fluglärmsimulationen der AEROPERS belegen: Flughafeninitiativen unnötig

Kloten. Der Pilotenverband AEROPERS hat auf seinem Blog Geräusch-Simulationen von startenden Flugzeugen der früheren, der aktuellen und der zukünftigen Flotte veröffentlicht. Sie zeigen deutlich hörbar auf, dass allein durch technische Innovation der Lärm massiv reduziert werden kann und auch wird. Damit lanciert der Verband seine Abstimmungskampagne für ein 2 x Nein zu den beiden Flughafeninitiativen. Auch aus Sicherheitsgründen dürfe die Entwicklung des Flughafens nicht blockiert werden.

Die Vorlagen wollen etwas, was die Stimmberechtigten vor kurzem deutlich ablehnten, und was aufgrund einer aktuellen Umfrage Zweidrittel der Bevölkerung immer noch ablehnen: Die Plafonierung des Luftverkehrs. Sie solle vom Zürcher Stimmvolk durch die Hintertür über ein Planungs- und Bauverbot eingeführt werden. Der Gegenvorschlag gehe sogar noch weiter. Er verlange auch noch Verbote von neuen Flugrouten und Schnellabrollwegen, die Sicherheit schaffen. Zudem wolle er den Flughafen auf dem Gesetzesweg handlungsunfähig machen.

Das Augenmerk der Piloten gelte der Zuverlässigkeit des Flugbetriebs und der Sicherheit der Passagiere. Ein Entwicklungsstopp für den Flughafen und ein Verbot von neuen Flugrouten und Schnellabrollwegen verhindere auch die Weiterentwicklung der Sicherheit sowie die mögliche Einführung neuer Flugsicherheitsstandards.

Dass die beiden Initiativen nicht nur gefährlich, sondern auch überflüssig sind, will AEROPERS mit den Lärmsimulationen beweisen. Simuliert wurden je ein Flugzeug der früheren, der aktuellen und der zukünftigen Flotte (DC-9-80, Airbus A319 und Bombardier C300). Massgeblich war das (energetische) Mittel der an der Messstelle in Rümlang (kurz nach dem Start) gemessenen Maximalpegel Lmax [dB(AS)] von Abflügen auf Piste 28. Die zukünftigen Flugzeuge der SWISS vom Lieferanten Bombardier sind nach Herstellerangaben viermal leiser als die der heutigen Flotte. Eine ebenfalls veröffentlichte Karte des Lärmteppichs zeigt anschaulich, wie sehr dieser in den letzten Jahren geschrumpft ist.

"Wir wollen mit diesen Informationen zur Versachlichung der Diskussion beizutragen“, so AEROPERS-Präsident Rolf Odermatt.

66 % der Zürcher Bevölkerung sind der Meinung, Veränderungen müssten auch in Zukunft möglich sein, 89 % würden Fluglärm für eine gut gehende Wirtschaft in Kauf nehmen und nur 11 % fühlen sich durch Fluglärm gestört. Es sei aber zu befürchten, dass eine kleine Minderheit sich lautstark Gehör verschaffen werde.

AEROPERS habe sich deshalb zum Ziel gesetzt, die schweigende Mehrheit zu mobilisieren. Zu dieser gehören Stimmberechtigte aus dem ganzen Kanton. Denn die beiden Vorlagen hätten grossen Einfluss auf die Zukunft aller Beschäftigten am Flughafen Zürich. Diese wohnten im ganzen Kanton verstreut, wo sie weitere Arbeitsplätze begünstigten, vom Arzt und Bäcker über die Coiffeuse bis hin zum Zahnarzt. Bei den am Flughafen Zürich angesiedelten Unternehmen arbeiten über 23‘000 Menschen. Davon sind 1’500 bei der Flughafen Zürich AG angestellt und die Swiss beschäftigt in Zürich mehr als 5’500 Mitarbeiter. Die beiden Initiativen seien gefährlich für die Arbeitsplätze im ganzen Kanton und zudem unnötig, weil die Stimmbürger schon heute über jeden Ausbau des Flughafens abstimmen könnten.

Link zur Lärmsimulation: http://pilotsofswiss.wordpress.com/2xnein/

AEROPERS wird in den kommenden Wochen über seinen Blog, Facebook und Twitter weitere Informationen und Möglichkeiten zum Mitmachen veröffentlichen.

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Mediencommuniqué der AEROPERS vom 24.10.2011

Airbuspiloten der Swiss stimmen neuem GAV zu

Am heutigen Morgen endete die Abstimmungsfrist zum neuen Gesamtarbeitsvertrag (GAV2011) der Piloten der Swiss International Air Lines. Der AEROPERS-Vorstand freue sich, dass der neue GAV2011 mit 89,7 % Ja-Stimmen angenommen wurde. Die Stimmbeteiligung von 94,2 % sei ein deutliches Zeichen, dass den Piloten die Ausgestaltung der Arbeitsbedingungen wichtig sei.

Mit diesem positiven Abstimmungsergebnis endeten 16 Monate intensiver Verhandlungen zwischen der AEROPERS und der SWISS. „Es zeigt sich, dass der Vorstand der AEROPERS mit seiner Empfehlung, den vorgelegten Vertrag anzunehmen, Gehör gefunden hat“, so Rolf Odermatt, Präsident der AEROPERS. „Mit dem per 1. November 2011 in Kraft tretenden GAV2011 ist eine neue Basis für die Sozialpartnerschaft geschaffen worden“, so Odermatt weiter.
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Mediencommuniqué der AEROPERS vom 24.06.2011

Keine Fortschritte beim Piloten-GAV: Vermittlungsverfahren vor dem Einigungsamt des Kantons Zürich gescheitert

Das Ende März von AEROPERS initiierte Vermittlungsverfahren vor dem Einigungsamt des Kantons Zürich sei am heutigen Tage gescheitert. Somit sei auch dem vorerst letzten Versuch für eine Einigung zwischen den Parteien auf dem Verhandlungsweg kein Erfolg beschieden gewesen.

AEROPERS, der Verband der Airbuspiloten der Swiss International Air Lines, wolle einen neuen Gesamtarbeitsvertrag mit besseren Arbeitsbedingungen, um die Zuverlässigkeit und Sicherheit des Flugbetriebs auch weiterhin garantieren zu können. Die Verhandlungen hätten im Juni 2010 begonnen und seien im März 2011 ergebnislos abgebrochen worden. Auch der Abschluss einer Übergangsvereinbarung mit Verlängerung der Friedenspflicht um drei Monate habe nicht dazu beigetragen, dass das Management der Swiss sich zu einem akzeptablen Angebot durchringen konnte. „Der Vorschlag des Managements hätte bei einer Abstimmung keine Chance“, ist AEROPERS-Präsident Rolf Odermatt überzeugt. „Der Vorstand wird die aktuelle Situation beraten und in Kürze entscheiden, wie es weiter geht.“

„Wir werden selbstverständlich weiterhin versuchen eine Lösung zu finden und überlegen uns, übergeordnete Stellen des Konzerns in das Verfahren einzubinden. Jeder Entscheidungsträger im Konzern soll wissen, welche Verantwortung er in dieser Situation zu übernehmen hat“, sagt Thomas Steffen, Pressesprecher der AEROPERS.

Über das weitere Vorgehen wird AEROPERS in den nächsten Tagen informieren.

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Mediencommuniqué der AEROPERS vom 21.06.2011

Piloten demonstrieren für sichere Arbeitszeitregelungen in Europa

Weckruf für die europäischen Verkehrsminister: Piloten demonstrieren für sichere Arbeitszeitregelungen. Diese sollen auf wissenschaftlich fundierten Erkenntnissen basieren. Die Piloten wollen eine Senkung des Sicherheitsniveaus in der Luftfahrt verhindern.

Am 16. Juni 2011 folgten zahlreiche Piloten aus ganz Europa stellvertretend für ihre über 38.000 Kollegen dem Aufruf des europäischen Pilotenverbands ECA. Sie demonstrierten vor dem Gebäude der Verkehrsministerkonferenz in Luxemburg gegen die Verschlechterung der Vorschriften über die Flugdienst- und Ruhezeiten.

Aus Sicht der Piloten sei es dringend notwendig, dass sich die europäischen Verkehrsminister mit der geplanten Neuregelung der Flugdienstzeiten durch die Europäische Agentur für Flugsicherheit (EASA) auseinandersetzten. Das neue Gesetz würde zum Beispiel zulassen, dass europäische Piloten in der Nacht bis zu 12 Stunden arbeiten dürften. Europäische Wissenschaftler empfehlen dringend ein Maximum von 10 Stunden. Die USA gehen noch weiter: Nach einem Flugzeugabsturz mit 50 Toten im Februar 2009 wurde die maximale Nachtarbeitszeit auf 9 Stunden abgesenkt.

Noch sei es nicht zu spät für eine grundlegende Korrektur des Vorschlags der EASA. Diese Neuregelung würde auf Grund der bilateralen Verträge mit der EU auch in der Schweiz das Sicherheitsniveau im Luftverkehr senken.

Die Piloten bekräftigten ihre Forderung nach einer wissenschaftlichen Grundlage, auf der die Neuregelung basieren müsse. Der bisherige Vorschlag habe eine bislang unerreichte Anzahl von Kommentaren provoziert. Fast 50.000 Einwände gegen den EASA-Entwurf seien eingereicht worden.

„Wenn der Gesetzesentwurf der EASA nicht deutlich überarbeitet wird, dann wird Fliegen in Europa erheblich unsicherer und wir werden weit hinter das Sicherheitsniveau Amerikas zurückfallen", so Thomas Steffen, Pressesprecher der AEROPERS. „Die Politik als Vertreter des Volkes und nicht die Wirtschaft muss entscheiden, welche Sicherheitsstandards gelten sollen. Grundlage hierfür muss die Wissenschaft sein und nicht finanzielle Überlegungen. Die Sicherheit der Passagiere muss erste Priorität haben.“

Aktuell stünden bereits circa 20 Prozent der Flugunfälle im Zusammenhang mit der Übermüdung der Piloten.

Für Fragen zur Zuverlässigkeit und Sicherheit  im Flugverkehr stehen wir Ihnen sehr gerne zur Verfügung.

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Weitere Informationen zum Thema Fatigue finden Sie unter www.dead-tired.eu

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Mediencommuniqué der AEROPERS vom 28.03.2011

Blockade im Piloten-GAV: AEROPERS schaltet Kantonale Einigungsstelle ein

Ende März läuft die Friedenspflicht zwischen der Swiss und ihren Airbuspiloten aus. Die Piloten fordern bessere Arbeitsbedingungen, damit Zuverlässigkeit und Sicherheit des Flugbetriebs auch weiterhin garantiert werden können. Weil die Swiss aber nicht mehr direkt, sondern über die Medien verhandelt, und dadurch das Vertrauen in den Verhandlungspartner massiv gestört wurde, schaltet der Verband nun die "Kantonale Einigungsstelle zur Beilegung von kollektiven Arbeitsstreitigkeiten" ein.

AEROPERS, der Verband der Airbuspiloten der Swiss International Air Lines, will einen neuen Gesamtarbeitsvertrag mit besseren Arbeitsbedingungen, um den Pilotenberuf wieder attraktiver zu machen. Dieser Beruf, bei dem Image und Realität sehr weit auseinanderklaffen, hat ein ernstes Nachwuchsproblem, denn während die Anforderungen gleich hoch geblieben sind, haben sich die Bedingungen in den letzten Jahren immer weiter verschlechtert. "Wenn COO Hiltebrand behauptet, ein Pilot habe einen Job, "von dem viele träumen", dann meint er wohl das Pilotenbild Hollywoods, nicht aber die Realität unseres Arbeitsalltags", meint AEROPERS-Präsident Rolf Odermatt deshalb zur Position des Swiss-Managements. Diesem gelingt es nämlich nicht, alle offenen Stellen zu besetzen, so dass die zunehmende Arbeitslast der sich im Steilflug nach oben befindlichen Airline auf das bestehende Pilotenkorps aufgeteilt werden muss. Dies hat zur Folge, dass sich in letzter Zeit 30 Mannjahre bzw. 10'000 Tage nicht bezogener Ferien angehäuft haben.

Bessere Arbeitsbedingungen sind ganz entscheidend dafür, das Problem des Pilotenmangels bei der Swiss zu lösen, und dem aktuellen Korps zu ermöglichen, seine gesetzlich und vertraglich garantierten Erholungszeiten einzuhalten. Auf Dauer gefährdeten die aktuellen Arbeitsbedingungen sonst die Zuverlässigkeit und Sicherheit des Flugbetriebs, sind sich die Piloten einig. Alternativ zu besseren Arbeitsbedingungen könne man zwar auch die Anforderungen an neue Kandidaten senken und die lange Ausbildungszeit von zwei Jahren kürzen, allerdings habe dies dann negative Folgen für die Qualität der Pilotenausbildung, warnt AEROPERS.

Am 20. März sah sich AEROPERS leider zum Abbruch der Verhandlungen mit der Swiss gezwungen. Das von Swiss publizierte „Angebot“ beinhaltet mehrere informelle Vorschläge, mit denen das Swiss-Management den Piloten Entgegenkommen suggerieren wollte, welche aber nie offiziell unterbreitet wurden. Im Gegenteil, als AEROPERS kritisierte, diese seien nicht ausreichend, und es handle sich auch nicht um ein offizielles Angebot, hiess es von Seiten des Swiss-Managements, dass es diese Vorschläge nie gegeben habe. Umso befremdeter nimmt AEROPERS nun zur Kenntnis, dass die Swiss das gleiche Angebot in den Medien als offiziell unterbreitetes Verhandlungsangebot darstellt. Laut AEROPERS hat das Management der Swiss damit den letzten Rest Vertrauen zerstört, das Verhandlungspartner ineinander haben müssen.

Es ist AEROPERS weiterhin ein wichtiges Anliegen, die für die Zuverlässigkeit und Sicherheit des Flugbetriebs notwendigen Verbesserungen bei den Arbeitsbedingungen auf dem Verhandlungsweg zu erreichen. Bei einem Streik würden alle Parteien verlieren. Um deshalb die aktuelle Blockade zu lösen, hat der Verband sich heute mit einem Brief an die "Kantonale Einigungsstelle zur Beilegung von kollektiven Arbeitsstreitigkeiten" gewandt. "Wir geben die Hoffnung nicht auf, ein für die Zuverlässigkeit und Sicherheit des Flugbetriebs notwendiges Minimum an Verbesserungen bei den Arbeitsbedingungen doch noch auf dem Verhandlungsweg zu erreichen. Wir werden alles daran setzen, einen Streik zu vermeiden. Aber angesichts der Verantwortung gegenüber unseren Passagieren und Familien muss die Swiss sich endlich bewegen und nach all den Jahren, in denen beim Personal gespart wurde, nun endlich wieder ins Personal investieren, statt mit fetten Gewinnen nur die Lufthansa zu erfreuen", so Präsident Rolf Odermatt.

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