















































































Medienmitteilung der AEROPERS-SwissALPA vom 13. Mai 2013
Das European Transport Safety Council (ETSC) mahne die Entscheidungsträger der EU, ein Befürworten des Gesetzesvorschlags der EASA für neue Flugdienstzeiten sorgfältig zu überdenken. In ihrem jüngsten Positionspapier hinterfragten die Sicherheitsexperten der ETSC die unvollständige Berücksichtigung von wissenschaftlichen Erkenntnissen in den Flugdienstzeitregelungen.
Der ETSC begrüsse, dass die EASA mit dem Vorschlag der neuen Flugdienstzeitregelungen versuche Übermüdung von Flugbesatzungen vorzubeugen. Trotzdem üben die Experten Kritik daran, dass der Gesetzesvorschlag zu kompliziert sei und nicht nachhaltig die wissenschaftlichen Empfehlungen intensiver Untersuchungen umsetze. Bei langen Dienstzeiten sei die Anzahl von Starts und Landung unzureichend begrenzt und die wissenschaftliche Empfehlung Nachtflüge mit nur zwei Piloten von 11 Stunden auf 10 Stunden zu begrenzen, sei nicht umgesetzt worden. Ebenso sei man unzufrieden über die vorgeschlagenen Bestimmungen bezüglich Bereitschaftsdienst.
Das Positionspapier des ETSC basiere auf Empfehlungen von wissenschaftlichen Experten, welche sich intensiv mit Übermüdung von Flugbesatzungen auseinandergesetzt habe und den Autoren der Studie, welche die EASA selbst in Auftrag gegebenen habe. Neben den erwähnten Punkten erklären die Experten des ETSC, dass diese Studie viel zu spät von der EASA in Auftrag gegeben worden sei und jetzt teilweise ignoriert würde. Viele der Empfehlungen würden von den Entscheidungsträgern nicht ausreichend verstanden.
Die neuen Flugdienstzeitregelungen würden auch im nicht-EU Land Schweiz gelten. Im Interesse der Sicherheit für Flugzeugbesatzungen aber auch der Passagiere, unterstütze AEROPERS-SwissALPA den Europäischen Pilotenverband (ECA) und fordere eine Berücksichtigung der wissenschaftlichen Erkenntnisse in der Gesetzesvorlage.
Trotz der neues EASA-FTL hat es der Weihnachtsmann doch gewagt über Europa zu fliegen und die Geschenke zu überbringen. Aber wer weiss, ob er das dieses Jahr noch mal riskiert, denn dieses Jahr sollen die EASA-FTL Gültigkeit erlangen...
Seit 1. Oktober 2012 liegt der endgültige Entwurf für die neuen Bestimmungen zu den Flugdienst- und Ruhezeiten von Piloten auf dem Tisch. Allerdings hat die Europäische Agentur für Flugsicherheit (EASA) damit ihrem Namen keine Ehre gemacht. – Im Gegenteil! Obwohl von der Weltluftfahrt-Organisation ICAO gefordert, ignoriert der Gesetzesentwurf die Forschungsergebnisse und eindringlichen Ratschläge und Empfehlungen renommierter Wissenschaftler, die sich für strikte Beschränkungen der Flugdienstzeiten aussprechen. Diese Wissenschaftler wurden von der EASA selbst beauftragt und haben ihr Gutachten bereits Ende 2010 vorgelegt (“Moebus-Bericht”).
Offenbar soll nun im Eilverfahren der EASA-Entwurf durch die politischen Gremien in Brüssel ‘durchgewunken’ werden, damit die neuen Regelungen europaweit schon im nächsten Sommer in Kraft treten können. Aufgrund der Besonderheit dieses speziellen, politischen Prozesses, dem sogenannten Komitologie-Verfahren, kann auch das EU-Parlament an diesen Regelungen nichts mehr verändern. Die demokratisch gewählten Volksvertreter dürfen dazu lediglich nur noch „Ja“ oder „Nein“ sagen.
Es liegt nun an der Kommission dafür zu sorgen, dass die sicherheitskritischen und nicht auf wissenschaftlichen Erkenntnissen basierenden Regelung überarbeitet werden. Doch derzeit hören EASA und die Kommission offenbar mehr auf die Wünsche der Airlines. Helfen Sie mit und verleihen Sie unserer Forderung durch Ihre Unterstützung mehr Nachdruck.
Die Schweiz ist zwar nicht Mitglied der EU. Dennoch ist sie unmittelbar betroffen, denn diese Bestimmungen gelten dann auch für die Schweiz!
Es geht um IHRE SICHERHEIT! Tragen Sie sich in die Unterschriftenliste ein: